Geschichte


„Geduldet – verboten – anerkannt“ so lautet ein Buchtitel über die katholischen Schulen in Mecklenburg. Treffender könnte die Geschichte unserer Schulen nicht beschrieben werden.

Im nachreformatorischen Mecklenburg waren es Ausländer und Zugezogene, die für ihre Kinder eine Schulbildung im eigenen Bekenntnis wollten. So konnte 1735 die erste Schule in Schwerin und eine weitere 1853 in Ludwigslust gegründet werden. Beide Schulen wurden nur zögerlich durch die Mehrheitsgesellschaft geduldet.

In der Weimarer Demokratie erlebte das katholische Schulwesen, nicht zuletzt durch weitere Neugründungen in Neustrelitz 1924 und Rostock 1929, eine kurze Blütezeit.

Die Nationalsozialsozialisten machten der verheißungsvollen Entwicklung des Schulwesens ein Ende. Durch Willkürakte wurden alle Schulen 1938/39 verboten und mussten den Schulbetrieb einstellen. Auch unter den neuen Machthabern nach Kriegsende wurden Wiedergründungsversuche unterbunden.

Erst 1994 konnte mit der Niels-Stensen-Schule in Schwerin an die lange Schultradition angeknüpft werden. Es folgten 1998 die Don-Bosco-Schule in Rostock und 2007 die Edith-Stein-Schule in Ludwigslust. Die Wiederaufnahme des Schulbetriebs geschah zunächst in der Form einer Grundschule mit Hort. 2005 in Rostock und 2006 in Schwerin konnten die Schulen um die Zweige Regionale Schule und Gymnasium erweitert werden.

Seit 2006 befinden sich die Schulen und Horte in der Trägerschaft der Bernostiftung als kirchlicher Stiftung öffentlichen Rechts.